Rockpalast Archiv

Rockpalast DVD

Epitaph „Rockpalast - Krautrock Legends Vol.1“

Epitaph - Live At Rockpalast
VÖ : 27.05.2011 MIG 90387 2 DVD Format: 2 DVD Digipack - M.I.G.

 

Diese DVD präsentiert alle TV-Auftritte von Epitaph, die für den Beat Club und Rockpalast aufgezeichnet wurden.. Der Beat Club wurde von Radio Bremen produziert und war das erste deutsche TV-Programm , das Bands in englischer Sprache präsentierte: Die Sendung wurde von 1965 bis 1972 ausgestrahlt, , war eine Idee von Mike Leckebusch und Gerd Augustin, und die erste deutsche TV-Musik-Show, die speziell für Jugendliche entwickelt werden. Rockpalast war eine Sendung des WDR (Köln), zwischen 1974 und 1986 produziert und 1995 wieder belebt.
Die Show wurde von Peter Rüchel produziert und von Christan Wagner geleitet. Peter Sommer übernahm Peter Rüchels Job im Jahr 2003, er produzierte 2004 auch die Krautrockpalast Konzerte in Bonn. Diese beiden deutschen Musik-Shows waren näher an Vorbildern wie Old Grey Whistle Test als an Top of the Pops.
Beat Club
Diese Beat Club Aufnahme stammt aus dem Jahr 1972, aufgenommen mit dem ursprünglichen Line-Up Cliff Jackson, Jim McGillivray, Bernie Kolbe und Klaus Walz. Jimi Hendrix hatte im Beat Club ein paar Jahre vor gespielt und schockte die biederen deutschen Kameramänner, deren Gewerkschaft mit Streik drohte, wenn diese jungen Rockmusiker nicht leiser spielen würden. Dies geschah zu einer Zeit, als Kameraleute noch weiße Mäntel trugen, und nur wenigen Auserwählten der Einlass in den Regieraum gewährt wurde. Das Fernsehen war in jenen Tagen heilig, und es gab nur drei Kanäle. "Wir kamen in unseren normalen Outfit, blaue Jeans und Jacken, die wir auch auf der Bühne trugen", erinnert sich Cliff, "aber sie hatte einen ‚blue screen‘ - so kauften wir neue Kleidung, denn sie konnten keine Blue Jeans gegen einen ‚blue screen‘ benutzen. Sie wollten, dass wir „Visions“ spielen, aber dieser Song hätte ein Mellotron benötigt, das wir nicht hatten - so spielten wir ‚Early Morning‘ und ‚Little Maggie.“" ‚Little Maggie‘ war eigentlich nur ein Kamera-Test - jetzt kann man es endlich hier auf dieser DVD zu sehen.
Zu der Zeit lebte die Band in Hannover, in einer Wohnung über der „Mülltonne“, wo Epitaph die Hausband im damals größten Club in Nord Deutschland war. Der Clubeigentümer Werner Kuhls wurde nun auch der Manager der Band.
Rockpalast 1
Zum Zeitpunkt dieses ersten Auftritts im Jahr 1977 befand sich die Band zwischen zwei Alben. Es war die Zeit nach „Outside The Law“, nach dem Split nach der USA Tour. Cliff war gerade von seinem Roadtrip nach Kathmandu zurück gekehrt, und es war Zeit wieder an die Arbeit zu gehen. Es war wieder das ursprüngliche Line-Up, aber es gab Streit und Jim McGillivray ging. Dann kam der Anruf vom Rockpalast, und Fritz Randow wurde als Schlagzeuger geholt. Innerhalb von nur zwei Wochen war Fritz der neue Epitaph Drummer geworden, die Band mietete ein Studio und übte täglich. Während Jim ein sehr großes Schlagzeug, hatte, besaß Fritz ein sehr kleines, ähnlich wie das von Phil Collins, weil er ein großer Phil Collins Fan war, mit einem 18-Zoll-Bass-Drum, der größer war als Jims-Stand Tom. Mit so einem kleinen Schlagzeug fehlte Fritz zwar Jims Wall To Wall--Sound, aber er hat gut gespielt und passte auch perfekt in die leuchtend grün lackierte ehemaligen Schule in Graue, der Heimat von Epitaph zu dieser Zeit. Der Rockpalast Auftritt war auch ein Lebensretter, weil die Band 2.500 DM bekam - sehr viel Geld in diesen Tagen. Cliff erinnert sich, dass "im Studio nur ein kleines Publikum von etwa 30 Personen war. Wegen der Kameras stand das Publikum nur ca. 30 bis 40 Meter entfernt und es war sehr schwer, so zu spielen. " Dieser Auftritt war Teil einer Serie, die Bands wie Ted Nugent, Nils Lofgren, und Tom Petty enthielt. Epitaph war die einzige deutsche Band, die zwischen alle diesen amerikanischen Bands spielte.
Rockpalast 2
Im Jahr 1979 waren Epitaph auf der „Brain“-Tour, die von der Plattenfirma Metronome organisiert wurde Auf dieser Tour dabei waren Uli Roth (er hatte sich von den Scorpions getrennt, und ein Jahr zuvor seine eigene Band gegründet), Accept, Epitaph und ein paar andere Gruppen, die alle auf dem Brain-Label waren. Eines Nachts, als Epitaph in Essen zu spielten, kam die Band von der Bühne und entdeckte Peter Rüchel vom Rockpalast. . Er war gerade dabei, Uli Roth zu buchen , der auf der nächster dran war, aber Epitaph hatten an diesem Abend so gut gespielt, dass Peter sich zu Cliff drehte und fragte: "Wollt ihr wieder im Rockpalast spielen?" Kurz vor der Rockpalast Aufzeichnung waren Epitaph sechs Tage auf Tour gewesen, und Cliff hatte alle Lead Vocals gesungen. In der Nacht, als sie eintrafen, hatte Cliff seine Stimme völlig verloren. Er ging ins Krankenhaus, wo die Notaufnahme gefüllt war von Unfallopfern und gescheiterten Suiziden, so dass es für Cliff ziemlich peinlich war zuzugeben, dass er „nur“ seine Stimme verloren hatte. Doch es war die Nacht vor einem Rockpalast Auftritt, und somit ein Notfall. "Sie gaben mir etwas zu trinken, und meine Stimme hielt beinahe. Ich habe es bis fast zum Ende des Konzerts geschafft, bevor es wieder anfing, "erinnert sich Cliff.
Das Line Up für diesen zweite Gig war Harvey Janssen am Bass, Fritz Randow am Schlagzeug, Heinz Glass an der Gitarre, Michael Karch an der Hammond-Orgel, und Cliff mit Gesang und Leadgitarre. „Return To Reality“ war gerade erschienen, und die Band arbeitete an dem neuen Album, das „See You in Alaska“ werden sollte, und einige der Tracks aus diesem Rockpalast Auftritt waren bis zum dem Zeitpunkt noch nicht aufgenommen. „When I Lose Your Love“ ist hier mit Gesang zu hören - aber auf dem Album nur die instrumentale Version - und noch immer kann sich niemand daran erinnern, warum.
Rockpalast 3
Im Dezember 2004 brachte Peter Sommer all die alten Bands für einen „Remember the past – a Kraut Rockpalast“ zusammen. Epitaph waren in Top-Form, jetzt mit Achim Poret am Schlagzeug, und sogar mit Klaus Walz als dritten Gitarrist auf „ Going to Chicago“. Es ist interessant, dass Epitaph „Going to Chicago“ auf allen drei Rockpalast Konzerte gespielt hat.
Als die Rockpalast Zuschauer für die beste Nummer des Jahres 1978 abgestimmt haben, kamen Epitaph mit „ Going to Chicago“ auf Platz 6. Genießt diese Zeitreise durch die Geschichte der Epitaph, mit dem, was von vielen als der beste englischsprachige Rock, der je in Deutschland gemacht wurde, bezeichnet wird. Und sie sind heute immer noch dabei.
Alistair A. Tarwid

Tracklisting:

DVD 1

EPITAPH - WDR Studio-L Köln 02.02.1977
01 She's Burning
02 Woman
03 Tequila Shuffle
04 Crossroads
05 Outside The Law
06 Fresh Air
07 Who Do You Love
08 Going To Chicago
09 Stop, Look And Listen

EPITAPH - WDR Studio-L Köln 03.09.1979
01 Tonight
02 When I Lose Your Love
03 Return To Reality
04 Strangers
05 On The Road
06 Hold On
07 Mick's Boogie
08 Spread Your Wings
09 Going To Chiacgo

DVD 2

KRAUTROCKpalast, Mittwoch, 22. Dezember 2004, Harmonie, Bonn
01. Moving To The Country
02. Woman
03. Crossroads
04. Big City
05. Fresh Air
06. Bad Feeling
07. Reflections
08. Stop, Look And Listen
09. Tequila Shuffle
10. Going To Chicago

BEAT CLUB
1. Early Morning
2. Little Maggie
Epitaph- INTERVIEW
            

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