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Rockpalast DVD

Lynyrd Skynyrd at RockpalastLynyrd Skynyrd at Rockpalast

LYNYRD SKYNYRD sind die ultimative Southern Rockband. Ihre signifikanten Drei-Gitarren-Attacken in Verbindung mit einem superben Songwriting und ihrem beeindruckenden Bühnencharisma haben der Gruppe zu Recht den Ruf als eine der großartigsten Live-Bands aller Zeiten beschert. Diese DVD kombiniert Filmmaterial von zwei Konzerten, die im Rahmen des Rockpalast stattgefunden haben. Die Hauptshow stammt aus dem Jahr 1996 und zeigt die Band auf dem Loreley-Festival in Höchstform. Als besonderes Vergnügen für Fans umfasst das Bonusmaterial ihre drei bekanntesten Songs, gespielt in der legendären Originalbesetzung bei einem Auftritt in der Hamburger Musikhalle im Jahr 1974.

Loreley 1996
01. Working For MCA
02. I Ain't The One
03. Down South Junkin'
04. Double Trouble
05. I Know A Little
06. Saturday Night Special
07. Swamp Music
08. What's Your Name
09. That Smell
10. Simple Man
11. Gimme Three Steps
12. Call Me The Breeze
13. Sweet Home Alabama
14. Free Bird

Musikhalle Hamburg 1974
01. Free Bird
02. Sweet Home Alabama
03. Working For MCA

Gesamtlänge: 119 min.


Anmerkungen / Sleeve Notes zu der Lynyrd Skynyrd-DVD von Peter Rüchel:
Es hat deutlich zur wachsenden Popularität von LYNYRD SKYNYRD beigetragen, dass die Band in den frühen 70er Jahren THE WHO auf Tour in Amerika begleitet hat. Also kein Wunder, dass es der WHO-Manager Bill Curbishley war, der mir vorgeschlagen hat, ein Konzert der Band für Rockpalast aufzuzeichnen. Der Ort, an dem das stattfand, die "Musikhalle" in Hamburg, war eher für klassische Musik als für Rock 'n' Roll eingerichtet. Kapazität: 2000. Bestuhlt. Das Programm war auch ziemlich ungewöhnlich: LYNYRD SKYNYRD spielte als Opening Act für QUEEN, die zu dieser Zeit - es war der 5. Dezember 1974 - auch erst auf dem Weg nach oben waren. Wir zeichneten die Vorgruppe auf - mit vier 16mm Filmkameras - und wussten damals noch nicht, dass wir ein historisches Ereignis filmten. Die Originalbesetzung von LYNYRD SKYNYRD mit Ronnie van Zandt als Leadsänger. Aus dieser Konzertaufzeichnung sind drei klassische Stücke erhalten: "Working For MCA", "Free Bird" und "Sweet Home Alabama", das letztere so etwas wie die Hymne der Band, eine Antwort auf den Song "Alabama" von Neil Young. Obwohl es dabei um eine politische Kontroverse ging, blieb das Verhältnis zwischen den Musikern gut. Neil spielte den Song von Lynyrd Skynyrd manchmal in seinen eigenen Konzerten und Ronnie van Zandt trug oft ein Neil Young T-shirt, wenn er das Lied sang.
Die Band wurde von tragischen Ereignissen verfolgt. Kurz nach der Veröffentlichung von "Street Survivors" im Oktober 1977 kamen Ronnie van Zandt, der Gitarrist Steve Gaines (er war in die Band eingetreten, als Ed King sie 1975 verlassen hatte), seine Schwester Cassie Gaines (sie war Background-Sängerin in der Band) und der Tourmanager Dean Kilpatrick bei einem Flugzeug-absturz ums Leben. Zweiundzwanzig Jahre nach ihrem ersten Rockpalast-Konzert waren LYNYRD SKYNYRD wieder unsere Gäste. Diesmal als unbestrittener Headliner des Rockpalast Open-Air-Festivals auf der Loreley am 23. Juni 1996. Von den ursprünglichen Bandmitgliedern waren noch Gary Rossington (Gitarre), Leon Wilkeson (Bass) und Billy Powell (Tasteninstrumente) dabei. In gewisser Weise kann man auch Rickey Medlocke zu den Original-Mitgliedern zählen, da er bei der Band 1970 für kurze Zeit als Drummer gespielt hatte, bevor er seine eigene Band "Blackfoot" wieder zusammen holte, bei der er der Lead-Gitarrist war. In dieser Rolle schloss er sich 1996 wieder LYNYRD SKYNYRD an und machte die Dreier Lead Gitarristen Formation wieder komplett. Der dritte im Bunde war jetzt Hughie Thomasson. Blitz und Donner waren nichts gegen das, was die Drei auf der Loreley-Bühne anstellten. Sie zeigten ihre Gitarren-Power über die ganzen 90 Minuten des Konzerts und natürlich auch im unausweichlichen "Free Bird" zum Schluss. Und Johnny van Zandt, Ronnie's Bruder, erzählte die Südstaaten-Geschichten mit der ganzen Intensität seiner Stimme. Diese hart rockende Südstaaten-Band war immer sehr beliebt in Deutschland. Aber Musik war dabei nicht das einzige Motiv. Im Publikum kann man die Südstaaten-Fahne sehen. Das ist keine politische Demonstration. Für die, die sie tragen, und für LYNYRD SKYNYRD selbst, die sie auf der Bühne ausbreiten, ist sie eher Ausdruck für Südstaaten-Kultur und -Identität, sogar einfach für Südstaaten-Musik, aber vor allem steht sie auch für individuelle Freiheit. Die Freiheit der Motorrad- und Lastwagen-Fahrer "on the road", vielleicht ein bisschen illusionär. Aber im Konzert wird diese Freiheit erlebbar. So wie es Charlie Daniels, ein anderer Südstaaten-Rocker und Rockpalast-Gast bei anderer Gelegenheit ausdrückte: "Be proud you're a rebel/'cause the South's gonna do it again". Rebellen waren sie, Rebellen sind sie. Während ich diese Zeilen schreibe (Juli 2008) sind sie auf Tour in Kalifornien. Diesmal ist Leon Wilkeson nicht mehr dabei. In einem Interview beim Loreley-Festival fragte Rockpalast-Moderator Alan Bangs Gary Rossington: "Habt Ihr nach all den Schicksalsschlägen mal daran gedacht, die Musik aufzugeben?" Die Antwort: "Musik ist alles, was wir wollen und können. Sollen wir statt dessen Baumwolle oder Erdbeeren pflücken?" Wäre das eine Alternative? Nein, mit Sicherheit nicht!
Peter Rüchel Rockpalast

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